Ziel des Spiels

Katze Melone verfolgt das Ziel, Gruppen in einen offenen, kreativen und kommunikativen Prozess zu führen. Durch die Aufgabe, zufällige Begriffe ohne vorgegebene Regeln logisch zu ordnen, entsteht ein gemeinsamer Denk und Verhandlungsraum. Das Spiel öffnet dabei einen wertfreien Rahmen, in dem Menschen miteinander in Kontakt kommen, Perspektiven teilen und neue Ordnungen entwickeln.

Kurz gesagt geht es darum, gemeinsam Ordnung im Chaos zu finden, ohne Vorgaben, aber mit Zusammenarbeit, Kreativität und Austausch.

Material

Im Spiel enthalten ist ein Kartenset mit neutralen Hauptwörtern sowie zehn Blankokarten, die frei beschriftet werden können. Diese Blankokarten eignen sich, um Themen zu vertiefen, Vorerfahrungen zu aktivieren oder das Spiel gezielt auf einen bestimmten Anlass zuzuschneiden.

Ablauf des Spiels

In der Vorbereitung werden die Karten gemischt und verdeckt ausgelegt. Es bilden sich mindestens zwei Gruppen mit jeweils fünf bis zehn Personen, und jede Person zieht eine Karte. Anschließend werden alle Karten offen in der Gruppe ausgelegt, sodass jede Person sehen kann, welche Begriffe insgesamt zusammengekommen sind.

Danach erhält jede Gruppe denselben Auftrag: die Begriffe logisch und korrekt anzuordnen. Dazu gibt es bewusst keine weitere Erklärung, keine Regeln und keine Beispiele, denn eine vorgegebene Logik existiert nicht. Genau darin liegt der Reiz des Spiels. Im folgenden Gruppenprozess spricht, sortiert und verschiebt die Gruppe die Begriffe, verhandelt Bedeutungen und entwickelt gemeinsam eine eigene Ordnung. Unterschiedliche Sichtweisen sind dabei ausdrücklich erwünscht und Teil des Prozesses.

Zum Abschluss zeigt jede Gruppe ihre Ordnung und erklärt, wie sie entstanden ist. In der klassischen Variante betrachtet eine Gruppe zusätzlich die Ordnung einer anderen Gruppe und erklärt, welche Logik sie darin erkennt, bevor die ursprüngliche Gruppe ihre eigene Sicht ergänzt.

Reflexion

Im Anschluss an das Spiel kann gemeinsam im Plenum reflektiert werden. Mögliche Fragen sind, wie die Gruppe entschieden hat, welche unterschiedlichen Logiken innerhalb der Gruppe sichtbar wurden, wo es Konflikte gab und wie diese gelöst wurden, welche Stärken während des Prozesses sichtbar geworden sind und wie sich die gefundene Ordnung für die Gruppe anfühlt.